Montag, 30. Juni 2014

with bengal tiger strength.


ich habe mir heute ein sweatshirt mit je einem tiger auf jedem ärmel gekauft; außerdem zwei paar shorts und ein racerback-shirt mit leopardenprint, in das ich am liebsten punkte reinmalen würde, damit es jaguarprint wäre. nach zwei monaten in boss' style-orbit halte ich animalprints nicht nur für vollkommen in ordnung, sondern für absolut notwendig, weil: kraftspendend. auch sonst ist alles anders. "sie strahlen jetzt aus, dass man mit ihnen nicht mehr machen kann, was man will", sagte mir herr s. vergangene woche; yogabuddy b. beschrieb meine schillernde aura, flüchtige bekannte sagen mir, wie deutlich sichtbar meine veränderung ist. und ich fühle mich immer noch displaced, so weit weg von der bubble. das mit dem process, auf den man vertrauen soll, hört nicht auf, glaube ich. out. through. with bengal tiger strength, english bulldog determination and the enthusiasm of a french poodle.

Montag, 23. Juni 2014

l.a.



this timelapse was apparently filmed over two years, and yet i'm wondering: am i behind the window to #416 at the radisson at 2:09? or up in the penthouse, studying dialogue? walking up sepulveda to get juice at robek's or grilled cheese at in'n'out?

i miss the city and the planes and that hotel and those lights and the yogis. so very much.

Freitag, 13. Juni 2014

eyes open, breathing always normal.



am freitag von woche acht ist mir erst so richtig bewusst geworden, was ich hier gerade mache. es war am ende der abendstunde, ich lag total durch direkt vor dem podium, irgendeiner von bikrams lovesongs lief, und er singsangte mit, während er über trainees hinwegstieg und sich den weg zur tür bahnte. ich blickte auf, als boss gerade zwei, drei matten entfernt war. irgendwas an seinem anblick und meiner perspektive erinnerte mich an ein foto von ihm beim teacher training, das ich vor jahren für jahre als desktophintergrund hatte, zu motivationszwecken. denn jahrelang stand "bikram yoga teacher training" ganz oben auf meiner bucket list. jetzt ist woche neun. noch zwei yogastunden am freitag, eine abschlussfeier und eine urkunde am samstag, dann kann ich einen haken dahinter setzen. und dann tatsächlich anfangen, das yoga, dass ich so sehr liebe zu unterrichten. und nicht nur das: ich habe jetzt fantastische bytt-littermates in meinem leben. "you don't know what missing someone feels like", sagt bikram immer wieder. "you will know when you are back home." was für ein wahnsinn das alles ist. und was für ein glück.

Mittwoch, 14. Mai 2014

california, california.



"omg! guess what we get to do today! WE GET TO DO SOME YOGA!" mit variationen über diesen satz beginnen mitbewohnerin erin und ich jeden wochentag. dann ziehen wir uns absurd gemusterte yogaklamotten an, die wir wochenends im yogaklamottenschwarzmarkt im nachbarhotel gekauft haben, befüllen unsere hydroflask-thermosflaschen mit wasser, limo, gatorade und gehen runter in den hotelballsaal, mit 272 anderen leuten schwitzen und außerkörperliche erlebnisse haben. nach dem savasanap lasse ich mich im pool treiben. dann lernen, lectures, posture clinic, washrinserepeat. alles ist sehr einfach, ich muss mich um nichts kümmern ausser um essen und lernen und überall pünktlich sein. ich bin umgeben von großartigen menschen mit seltsamen berufen (meat cutter! fährenkapitän!) und unfassbaren lebensgeschichten. ich liebe sie alle. wochenends bin ich am strand, esse raw food oder fast food  (goat food vs. bengal tiger food) und bekomme die besten massagen meines lebens. so ganz generell denke ich intensiv über mein spirit animal nach. es könnte sein, dass ich nie mehr zurückkomme.

Donnerstag, 13. März 2014

i'm considering a move to l.a.






"l.a. is the apocalypse: it's you and a bunch of parking lots. no one's going to save you; no one's looking out for you. it's the only city i know where that's the explicit premise of living there – that's the deal you make when you move to l.a.
the city, ironically, is emotionally authentic.
it says: no one loves you; you're the least important person in the room; get over it.
what matters is what you do there."

[bldgblog: greater los angeles, 2007]

Montag, 17. Februar 2014

peak-bono.



mein zweites konzert ever war u2 auf der zootv-tour in dortmund, am 4. juni 1992. ich war 13, und meine freundin jane und ich konnten nur hin, weil mein bruder so nett war uns zu fahren und zu begleiten. jane und ich hatte uns zur feier des tages unsere matching esprit-hängerchen-shirts angezogen, meins war rot, ihres war fliederfarben. ich war damals schlimm in bono verliebt und konnte jeden song von "achtung baby" auswendig (das kann ich immer noch), und obwohl wir irgendwo hoch oben auf dem rang saßen war es großartig, natürlich. nur auf das mädchen, mit dem bono zu "love is blindness" getanzt hat, auf das war ich schrecklich neidisch. auf jeden fall ist meine innere 13-jährige der person sehr dankbar, die das komplette konzert damals aufgenommen hat und es irgendwann gebootlegt und geyoutubet hat. zootv, das war peak-bono. diese version des alten weltretters mag ich noch immer, mit seinem weirden jesus-komplex, den fernsehern und dem lacklederanzug. im übrigen habe ich festgestellt, dass ich auch 22 jahre später immer noch auf das mädchen in "love is blindness" neidisch bin, war ja klar.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

spürst du nicht, was mir fehlt?

songs können festplatten sein und zeitmaschinen. dieser speichert eine party, die niemand feiern wollte, auf der er lief, und eine kleine kollektion von zimmern, in denen er nicht lief, aber über die er hätte geschrieben worden sein können. das gehirn wog übrigens schwerer, bis auf fünf, sechs, zehn mal, und die welt zerfiel sehr verlässlich am tag danach, wieder und wieder und wieder.

#alles

Donnerstag, 7. November 2013

Mittwoch, 6. November 2013

06/30

[selbstbildnis als nichtssagerin.]

5/30

da ist er mal wieder. 

regionalbahn nach basel, 18:15 uhr, letzter wagen. er ist ein gewohnheitsmensch, wie ich. er hat sich die haare dunkler gefärbt, seit ich ihn zuletzt gesehen habe, vor ein paar wochen. er hat keinen mantel an, sondern eine daunenparka, und sitzt in einem vierersitz. brav. was würde ich tun, wenn er in einer zweierreihe sitzen würde, mit einer frau?

ich könnte aufstehen, in einen anderen wagen gehen, ihm aus dem weg gehen, aber das will ich nicht. kein sitzbreit den grabscher. er ist derjenige, der sich schlecht fühlen sollte, nicht ich.

und so hasse ich ihn, von fünf reihen entfernt, hasse, hasse, hasse ihn, bis er aussteigt, an der gleichen haltestelle wie immer, gewohnheitsmensch.

Montag, 4. November 2013

04/30

heute arcade fire auf repeat gehört, zu früh aufgewacht, doch wieder eingeschlafen, zwei trams verpasst, mit dem hausarzt über das freiburger innenstadtlärmproblem gescherzt, vier ampullen blut bei ihm gelassen, "the kid" von dan savage gelesen, großartige artisanal chocolates geschenkt bekommen, zwei stunden lang ein interview redigiert, noch ein interview redigiert, eine nervige coldcallerin abgewimmelt, eine nervige marketing-studentin enttäuscht, die monatshonorare gemacht, zugeguckt wie zwei uni-hausmeister eine zu kleine regenbogenfahne ans rektorat gehängt haben, eine bio zum zweiten mal geschrieben, eine foto-galerie gebaut, einen artikel geschrieben, ein fotolia-bild gekauft, kotzige ginkgos gerochen, eine zahnkrone an haribokirschen verloren, im vorderhaus gegessen, einen freund umarmt. aber vor allem arcade fire auf repeat gehört.

Sonntag, 3. November 2013

3/30

"push your hips forward more" heißt es an diversen stellen im dialogue. heute gelernt, dass damit auch wirklich nur genau das gemeint ist. wer hätte das gedacht? "push your hips forward more" übrigens, wie naheliegend, sonst nichts. ebenso "hips muscles tight, contracted".

beides meint auf jeden fall nicht das einrollen, "tucken" des coccyx, das ich mir in mehreren hundert stunden yoga sorgfältig angewöhnt habe. was mich einigermaßen fassungslos macht, aber die nächsten monate yoga interessant machen sollten. überhaupt, die to do-liste, die ich jetzt habe. "you make a list and work at one thing after another in this yoga", hat tereza gesagt. "and by the time you're 85 you're still working that list off so you won't get to die just yet."

Samstag, 2. November 2013

2/30

das erste mal lerngruppe, begleitet von gazosa, doppio, gschbusi und dem samstagslärm im unternehmen mitte. zwischendrin einen kurzen moment lang darüber phantasiert, wo wir wohl noch diesen kram gemeinsam lernen werden. absurd gemusterter teppichboden und klimaanlagenfrieren; vielleicht auch sand, ein pool. noch so weit weg alles, so weit.

Freitag, 1. November 2013

1/30

vor ein paar wochen bemerkt, dass ich mich disziplinieren muss, um länger als dreißig sekunden still zu sitzen, ohne nach dem iphone zu greifen. kein wachwerden, nachdenken, tramfahren ohne. das beständige, drängende verlangen nach input, ablenkung, connection, beschäftigung, einem puffer zwischen mir und dem moment, der welt. sehr eklig. seitdem ein paar apps gelöscht, das telefon in die hand- statt jackentasche gesteckt, gleich besser, alles, und mich auch deswegen pathetic gefühlt.

how we fill our days is how we live our lives. und irgendwo ist da ein fehler.

Dienstag, 1. Oktober 2013