Donnerstag, 13. März 2014

i'm considering a move to l.a.






"l.a. is the apocalypse: it's you and a bunch of parking lots. no one's going to save you; no one's looking out for you. it's the only city i know where that's the explicit premise of living there – that's the deal you make when you move to l.a.
the city, ironically, is emotionally authentic.
it says: no one loves you; you're the least important person in the room; get over it.
what matters is what you do there."

[bldgblog: greater los angeles, 2007]

Montag, 17. Februar 2014

peak-bono.



mein zweites konzert ever war u2 auf der zootv-tour in dortmund, am 4. juni 1992. ich war 13, und meine freundin jane und ich konnten nur hin, weil mein bruder so nett war uns zu fahren und zu begleiten. jane und ich hatte uns zur feier des tages unsere matching esprit-hängerchen-shirts angezogen, meins war rot, ihres war fliederfarben. ich war damals schlimm in bono verliebt und konnte jeden song von "achtung baby" auswendig (das kann ich immer noch), und obwohl wir irgendwo hoch oben auf dem rang saßen war es großartig, natürlich. nur auf das mädchen, mit dem bono zu "love is blindness" getanzt hat, auf das war ich schrecklich neidisch. auf jeden fall ist meine innere 13-jährige der person sehr dankbar, die das komplette konzert damals aufgenommen hat und es irgendwann gebootlegt und geyoutubet hat. zootv, das war peak-bono. diese version des alten weltretters mag ich noch immer, mit seinem weirden jesus-komplex, den fernsehern und dem lacklederanzug. im übrigen habe ich festgestellt, dass ich auch 22 jahre später immer noch auf das mädchen in "love is blindness" neidisch bin, war ja klar.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

spürst du nicht, was mir fehlt?

songs können festplatten sein und zeitmaschinen. dieser speichert eine party, die niemand feiern wollte, auf der er lief, und eine kleine kollektion von zimmern, in denen er nicht lief, aber über die er hätte geschrieben worden sein können. das gehirn wog übrigens schwerer, bis auf fünf, sechs, zehn mal, und die welt zerfiel sehr verlässlich am tag danach, wieder und wieder und wieder.

#alles

Donnerstag, 7. November 2013

Mittwoch, 6. November 2013

06/30

[selbstbildnis als nichtssagerin.]

5/30

da ist er mal wieder. 

regionalbahn nach basel, 18:15 uhr, letzter wagen. er ist ein gewohnheitsmensch, wie ich. er hat sich die haare dunkler gefärbt, seit ich ihn zuletzt gesehen habe, vor ein paar wochen. er hat keinen mantel an, sondern eine daunenparka, und sitzt in einem vierersitz. brav. was würde ich tun, wenn er in einer zweierreihe sitzen würde, mit einer frau?

ich könnte aufstehen, in einen anderen wagen gehen, ihm aus dem weg gehen, aber das will ich nicht. kein sitzbreit den grabscher. er ist derjenige, der sich schlecht fühlen sollte, nicht ich.

und so hasse ich ihn, von fünf reihen entfernt, hasse, hasse, hasse ihn, bis er aussteigt, an der gleichen haltestelle wie immer, gewohnheitsmensch.

Montag, 4. November 2013

04/30

heute arcade fire auf repeat gehört, zu früh aufgewacht, doch wieder eingeschlafen, zwei trams verpasst, mit dem hausarzt über das freiburger innenstadtlärmproblem gescherzt, vier ampullen blut bei ihm gelassen, "the kid" von dan savage gelesen, großartige artisanal chocolates geschenkt bekommen, zwei stunden lang ein interview redigiert, noch ein interview redigiert, eine nervige coldcallerin abgewimmelt, eine nervige marketing-studentin enttäuscht, die monatshonorare gemacht, zugeguckt wie zwei uni-hausmeister eine zu kleine regenbogenfahne ans rektorat gehängt haben, eine bio zum zweiten mal geschrieben, eine foto-galerie gebaut, einen artikel geschrieben, ein fotolia-bild gekauft, kotzige ginkgos gerochen, eine zahnkrone an haribokirschen verloren, im vorderhaus gegessen, einen freund umarmt. aber vor allem arcade fire auf repeat gehört.

Sonntag, 3. November 2013

3/30

"push your hips forward more" heißt es an diversen stellen im dialogue. heute gelernt, dass damit auch wirklich nur genau das gemeint ist. wer hätte das gedacht? "push your hips forward more" übrigens, wie naheliegend, sonst nichts. ebenso "hips muscles tight, contracted".

beides meint auf jeden fall nicht das einrollen, "tucken" des coccyx, das ich mir in mehreren hundert stunden yoga sorgfältig angewöhnt habe. was mich einigermaßen fassungslos macht, aber die nächsten monate yoga interessant machen sollten. überhaupt, die to do-liste, die ich jetzt habe. "you make a list and work at one thing after another in this yoga", hat tereza gesagt. "and by the time you're 85 you're still working that list off so you won't get to die just yet."

Samstag, 2. November 2013

2/30

das erste mal lerngruppe, begleitet von gazosa, doppio, gschbusi und dem samstagslärm im unternehmen mitte. zwischendrin einen kurzen moment lang darüber phantasiert, wo wir wohl noch diesen kram gemeinsam lernen werden. absurd gemusterter teppichboden und klimaanlagenfrieren; vielleicht auch sand, ein pool. noch so weit weg alles, so weit.

Freitag, 1. November 2013

1/30

vor ein paar wochen bemerkt, dass ich mich disziplinieren muss, um länger als dreißig sekunden still zu sitzen, ohne nach dem iphone zu greifen. kein wachwerden, nachdenken, tramfahren ohne. das beständige, drängende verlangen nach input, ablenkung, connection, beschäftigung, einem puffer zwischen mir und dem moment, der welt. sehr eklig. seitdem ein paar apps gelöscht, das telefon in die hand- statt jackentasche gesteckt, gleich besser, alles, und mich auch deswegen pathetic gefühlt.

how we fill our days is how we live our lives. und irgendwo ist da ein fehler.

Dienstag, 1. Oktober 2013

Donnerstag, 29. August 2013

what can i do?

irgendwo habe ich mal gelesen, dass jede person die man träumt nur ein symbol für einen teil der eigenen persönlichkeit ist. welchen teil von mir symbolisierst du?



when in doubt.

Donnerstag, 1. August 2013

these are the days to hold on to.

these are the days to hold on to.
die alten interregios, die spätabends als ics nach norden eingesetzt werden, parkt die bahn tagsüber am sbb. wenn sie in basel bad ankommen sind sie deswegen im winter kalt wie gefriertruhen, jetzt gerade warm wie heissluftöfen. irgendein bahnmitarbeiter reisst vor der abfahrt immer alle fenster runter, und danach macht keiner sie mehr zu, warum auch. im katzenbergtunnel druck auf den ohren, wup-wup-wup-wup-wup-wup, 9 kilometer lang, und dann die untergegangene sonne hinter den vogesen und der himmel und ein bisschen weite mit easyjet flugzeug im anflug darüber. und mit einem filter sieht das markgräflerland aus wie death valley.

i'm all, all unraveled



"my favorite part is his permanent erection, during one of the least sexy songs he's ever written. a true artist that loves what he is doing, and is tortured by it at the same time."

Donnerstag, 27. Juni 2013

bei den metaphernvögeln.



ich frage mich immer noch, wer wohl diese idee hatte, sich das ausgedacht hat: vogelkäfige direkt vor, äh, menschenkäfigen. irgendwer hat das irgendwann gemacht, ohne nachzudenken, wahrscheinlich. eine weile muss es her sein, die käfige sind schon ziemlich abgewohnt. an diesem ort gibt es nicht viel zu tun, wenn man jemanden besucht, und so laufen wir zu den metaphervögeln, hallo sagen. ich mag sie alle, die dicken fetten wellensittiche, die nymphensittiche, die vielen vielen parakeets. sie sind alle sehr laut; australier, ich werde nie vergessen, wie seltsam es war, zum ersten mal wilde parakeets zu sehen, im strauch vor dem küchenfenster der großeltern, und wellensittichschwärme am strand. mehr als zehn jahre ist das her, auch das ist seltsam. alles andere ist erstaunlich wenig seltsam. es ist, wie es ist, und alles wird gut, oder zumindest besser, schlechter ging ja eigentlich auch nicht mehr. tschilptschilp.

Dienstag, 4. Juni 2013

why is everything so locked up?



diese seltsame band: songs wie festplatten, gemacht von männern in cordjackets und mit wii-controllern. und mit so viel freude, so viel unbändiger freude.